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Marathon de DUBAI

Publié le par Jean-Georges

Markus Gruber est licencier au Rac Wissembourg depuis le début de cette saison et fidèle aux séances d'entrainements depuis quatre ans déjà. Il vous raconte son 25ème Marathon de rêve qu'il a vécu récemment.

Il participera d'ailleurs au Bienwald Marathon de Kandel la semaine prochaine, il aura à ce moment là 26 marathon à son actif.

 

 

Faszination Dubai – Faszination Marathon

Zuerst möchte ich mich bei meinen französischen Freunden entschuldigen dass dieser Bericht nur in deutscher Sprache verfügbar ist. Leider reichen meine persönlichen Französischkentnisse nicht für einen schönen Bericht. Ich hoffe dennoch das er euch gefällt.

Freitag, 23. Januar, es ist kurz vor 7:00 Uhr morgens, 17° Celsius, Wolkenlos. Vor ca. 15 Minuten ist die Sonne aufgegangen und ich stehe mit ca. 2.500 gemeldeten Marathonis im Startblock und warte auf den erlösenden Startschuss. Vor einigen Minuten durften schon die eingeladenen Topläufer und Topläuferinnen mit Führungsfahrzeug und ordentlich Platz auf der Strecke die 42,195 Km in Angriff nehmen.

Ich selbst bin an diesem Freitag schon um 4 Uhr aufgestanden und habe in Ruhe mein morgendliches Marathonritual zelebriert: frühstücken (Orangensaft, 2 Honigbrötchen, 1 Banane, gesüßten Tee), eine schnelle Dusche,  anziehen, meinen Trinkgürtel vorbereiten, zweites Frühstück in Form eines „Starter“-Getränks, Startnummer richten, Wetter checken, Schuhe anziehen und um 6 Uhr mich mit meinem Freund Klaus in der Hotellobby treffen um aufs gemeinsame Taxi zu warten.  15 Minuten später waren wir dann auch schon am Startbereich wo sich bereits unzählige Läufer eingefunden hatten und ein reges Treiben herrschte.

Außer dem Marathon um 7 Uhr gab es noch um 7:15 Uhr einen 10 Km mit ca. 14.000 (einer davon war dann auch Klaus) und gegen 11 Uhr einen 4 Km Fun-Run mit ca. 7.000 gemeldeten Läufern. Schon in Deutschland hatte ich die Starterliste kurz gecheckt: Oh es sind ja weitere 79 Deutsche und 133 Franzosen am Start.
Jetzt auf dem Weg in den Startbereich fiel mir eh auf, dass hier sehr viele „Ausländer“ am Start waren – das Sprachenwirrwarr unglaublich aber faszinierend.

Dubai selbst gehört mit 6 anderen Emiraten zu den „Vereinigten Arabischen Emiraten“ mit der Hauptstadt Abu Dhabi und liegt strategisch als Handelsknoten optimal zwischen Europa und Asien. Sie ist die am schnellsten wachsende Stadt auf der Welt und besitzt mittlerweile eine vom Öl unabhängige Wirtschaft (hauptsächlich durch Handel und Tourismus). Dubai ist die größte Stadt in den „Vereinigten Arabischen Emiraten“ und fasziniert vor allem durch seine imposanten Bauwerke und Bauvorhaben (z.B. „The Palm“ – „Die Palme“ als künstliche Insel im Meer mit Wohnungen und Hotels) sowie der Mischung zwischen Wolkenkratzer (z.B. das höchste Gebäude der Welt – „Burj Khalifa“ mit 828m) und orientalischen Gebäuden. 

1. Impressionen Dubai Marina - 2. Dubai Marina Gesamt - 3. Burj Khalifa das höchste Gebäude der Welt
1. Impressionen Dubai Marina - 2. Dubai Marina Gesamt - 3. Burj Khalifa das höchste Gebäude der Welt
1. Impressionen Dubai Marina - 2. Dubai Marina Gesamt - 3. Burj Khalifa das höchste Gebäude der Welt

1. Impressionen Dubai Marina - 2. Dubai Marina Gesamt - 3. Burj Khalifa das höchste Gebäude der Welt

Die Bevölkerung Dubais ist eine wilde Mischung aus allen Ländern dieser Erde: 30% sind die einheimischen Emiratis und 70% die temporären Gastarbeiter (den größten Anteil machen die Asiaten inkl. Indien und Pakistan aus, Europa und Amerika zusammen genommen liegen dicht dahinter). Diese Mischung erlebe ich auch im Startblock: als ich über die kleine Absperrung in  den Block springe lande ich mitten in einer Gruppe Belgier die als sie mein T-Shirt sehen mit einem freundlichen „Bonjour France“ begrüßen. Daneben ist eine kleine Gruppe asiatischer Frauen, zum Teil sehr warm angezogen (Langarmpullover, lange Hose) – komisch, es hat doch fast 20 Grad ?

PENG – kurz nach 7 Uhr ist es endlich soweit, die nach 42,195 Km Verrückten wandern langsam Richtung Startlinie und kaum ist sie überquert geht es auch schon richtig los. Als ich mir im Internet die Strecke angeschaut hatte dachte ich „oh mein Gott, wie langweilig ist denn dass ? Nur 2 Kurven und 2 Wenden da wird man ja unterwegs verrückt – aber als Erster RACW-Läufer in Dubai muss man auch Opfer bringen können und vielleicht ist ja unterwegs doch einiges zu sehen. 

 

Die offizielle Marathon Strecke, (fast) immer gerade aus !

Die offizielle Marathon Strecke, (fast) immer gerade aus !

Ich selbst hatte mir für diesen Marathon eigentlich keine gute Zeit vorgenommen gehabt – wollte ich doch eigentlich meinen spanischen Arbeitskollegen - der hier in Dubai für meine Firma arbeitet – bei seinem 3. Marathon zur Zielzeit 4:30 h begleiten. Nachdem er aber 3 Tage vorher seine Teilnahme aufgrund Verletzung abgesagt hatte, musste ich mir nun ein eigenes Ziel setzten: na Gut dann laufe ich halt einen 5er-Schnitt und lande somit bei 3:30 h.

Kurz nach dem Start und der ersten leichten Rechtskurve kam ich an dem ersten 7-Sterne-Hotel der Welt vorbei, das „Burj al Arab“, das Hotel das im Meer steht und aussieht wie ein Segel. Kurz die Kamera aus meinem „Flipbelt“ gekramt  und ein schnelles Foto vom Hotel und der vor mir liegenden Strecke geschossen. Die nächsten 15 km ging es auf einer 3 spurigen Strasse nur gerade aus – die einzige Abwechslung sind die Fußgängerübergänge da hier die Straße 30cm höher und danach wieder niedriger wird. Am Straßenrand kleine Wohnhäuser, Geschäfte, Restaurants, ab und zu mal eine Moschee und hier und da auch einige Zuschauer die vermutlich auf Ihren laufenden Verwandten, Freund oder Bekannten warten. Ich habe mittlerweile mein Renntempo von „schneller als 5 Minuten auf den Kilometer“ gefunden und fresse so einen Kilometer nach dem anderen. Ab und zu werde ich sogar noch überholt und höre auch hier „allez la France“ oder „allez l'Alsace“. Mit einem freundlichen „Merci“ nicke ich den Läufern zu und freue mich das mich hier soooo viele mögen J.

Dann bei Kilometer 10 wird’s spannend bzw. skurril. Mich überholt ein Läufer der eine Gasmaske auf dem Kopf trägt – ja ihr habt richtig gelesen eine Gasmaske. Ich höre deutlich sein Schnaufen und denke mir „Respekt, wenn er das in diesem Tempo bis ins Ziel schafft …, aber irgendwie ist es doch super bescheuert!“. 42 Kilometer alleine scheinen wohl nicht anstrengend genug zu sein. 

 

Ein wenig später kommt mir dann auf der Gegenfahrbahn das erste Motorrad und ein Auto mit der Zeitmessung entgegen – ohh, da kommen bestimmt gleich die Topläufer. Ich zücke erneut meine Kamera und laufe an den linken Straßenrand. Filmend erlebe ich die wirklich schnellen Läufer aus Afrika die wie ein geölter Blitz an mir vorbei kommen. Der Beste aus Äthiopien  wird die Strecke heute in 2:05:28 beenden und dabei 200.000 US$ verdienen. Hätte er auch noch den aktuellen Weltrekord (2:02:57) gebrochen, wären zusätzliche 100.000 US$ fällig geworden. Das macht einen Stundenlohn von 100.000 US$ - nicht schlecht !

Wendepunkt, jetzt geht’s wieder zurück und die Sonne kommt nun von vorne links und scheint mir absofort ins Gesicht. Bei jeder Verpflegungsstation (alle 5 Km) gibt es keine Becher sondern kleine Plastiktrinkflaschen. Ich nehme ein paar Schluck und schütte mir den Rest über den Kopf – mir ist nämlich mittlerweile schon ziemlich warm. Bei Km 15,65 ist die erste Zeitmessung: 1:15:44 (4:51 min/km).

Auf dem Weg zu Km 25 laufe ich immer öfter auf meine Vorderläufer auf und überhole sie – darunter ist auch der Gasmaskenmann, der aber nun so laut atmet bzw. schnauft, das ich denke „der schafft es nie ins Ziel – zieh das scheiß Ding ab und genieße wenigstens den Rest vom Marathon“.

Ich selbst werde bei Km 28 von einem weiteren Belgier überholt und wir laufen einige Kilometer nebeneinander her. Ich frage Ihn welche Zielzeit er sich gesetzt hat und er antwortet „3:30 h“. „Prima, dann können wir zusammen finishen!“. Kurz danach sehen wir vor uns ein Motorrad auf dem 3 afrikanische „Pacemaker“ eingesammelt werden – „mhh, schon vor Km 30 sind die Ziehläufer kaputt ?“. Es ist aber dennoch ein lustiges Bild, 1 Fahrer (europäischer Statur) und 3 „kleine“ Afrikanische Läufer gleichzeitig auf der Maschine – Läufertaxi !

Bei Km 30 sind wir wieder am Hotel „Burj al Arab“ und es geht fast am Ziel vorbei in die andere Richtung. Ich fühle mich bestens und drehe mich zu meinem neuen belgischen Freund um. Der ist wiederum schon einige Meter zurückgefallen. Ich rufe noch „allez Belgique“ aber er kann mein Tempo nicht mehr halten. Den Rest der Strecke muss ich mir wohl einen neuen Freund suchen. Ich selbst kann jetzt sogar noch mein Tempo steigern und versuche immer den vor mir liegenden Läufer oder auch Läuferin einzuholen. So kämpfe ich mich Kilometer um Kilometer bis zum nächsten Wendepunkt voran.  Km 35, vor mir liegen die Hochhäuser der zwei neuen Stadtteile  Dubai Internet City und Dubai Media City – endlich mal wieder mehr Abwechslung fürs Auge – und der letzte Wendepunkt. Noch 7 Km bis zum Feierabend J. Bei Km 36,25 die nächste Zeitmessung: 2:56:21 (4:53 min/km für die 20,6 Km). Ich laufe entlang einer wunderschönen Palmenallee zurück Richtung Ziel und überhole noch einige Läufer aus den verschiedensten Länder. Gleichzeitig schaue ich auf der Gegenfahrbahn den Läufern zu die die Strecke noch vor sich haben. So kommt nach 3 Stunden und 22  Minuten die letzte Rechtskurve und ich kann am Horizont schon das Zieltor entdecken.

Noch 200 Meter! Vor mir taucht ein Läufer auf der auf dem Rücken seines Laufshirts das Wort „Erdinger“ stehen hat. Ich denke „Hey da ist ja mal ein Deutscher, den muss ich aber unbedingt noch überholen“, gehe in den Endspurt über und mache mit ihm kurzen Prozess. Die Ziellinie vor Augen bemerke ich nicht einmal das mein Freund Klaus auf der Tribüne mich lautstark anfeuert und finishe als 188. von 1.971 Marathonis glücklich und zufrieden nach 3:24:27 den Dubai Marathon 2015 (4:44 min/km für die letzten 6 Km).

Marathon de DUBAI

Nachdem mir ein junges Mädchen gratuliert und mir meine Finisher-Medaille überreicht hat stehe ich im kleinsten  „runners heaven“ (Läuferhimmel) den ich jemals gesehen habe. Ein Tisch mit Plastiktrinkflaschen, ein Tisch mit Bananen und 10 Liegen für eine schnelle Massage. Alles sehr sehr überschaubar. Es ist jetzt ca. 10:30 Uhr  (in Deutschland/Frankreich 7:30 Uhr) und Ich verlasse den Zielraum,  treffe Klaus und feiere meinen 25. Marathon mit schönen Erinnerungsfotos mit Äthiopischen Fans und einer tollen Wüstentour am Nachmittag.

im Ziel

im Ziel

Der 26. Marathon am 8.3.2015 in Kandel wird dann garantiert das krasse Gegenteil dazu werden.

Wer zu meinen textlichen Erläuterungen auch noch fürs Auge einen Eindruck bekommen möchte anbei der link zur Video-Berichterstattung des gesamten Dubai Marathon 2015.

 

http://eversport.tv/athletics/marathon/2015/1/23/dubai-marathon-2015

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Jean-Georges 02/03/2015 17:48

Gratulation Markus, 25 Marathon die muss man erst mal machen. Es ist jetzt höchste Eisenbahn das du unter drei Stunden kommst, auf jeden Fall wünsche Ichs dir.